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Magney Immobilien

DIE 6 GRÖßTEN FEHLER BEIM HAUSVERKAUF

Mi, 19-12-2018

von DANIEL MAGNEY

Immobilien zu verkaufen macht Spaß.

Es ist ein tolles Gefühl, in strahlende Augen zu schauen. Sowohl auf Seiten des Verkäufers, als natürlich auch auf Seiten des Käufers.

Der Verkauf der selbst bewohnten Immobilie, sei es ein Haus oder eine Eigentumswohnung ist jedoch fast ausnahmslos eine sehr emotionale und große Herausforderung für die Eigentümer. Den Lebensmittelpunkt nach oft vielen Jahren zu wechseln und sprichwörtlich „die Zelte abzureißen“ ist daher für viele sehr schwierig. Erschwerend hinzu kommt noch, dass der Immobilienverkauf als solches eine echte komplexe und zeitraubende Angelegenheit ist, die viele Eigentümer unterschätzen.

Im nachfolgenden Blog-Beitrag möchte ich Eigentümern die 6 größten Fehler beim Immobilienverkauf aufzeigen und damit folgenschweren Fehlern vorbeugen.

1. Fehler beim Immobilienverkauf: Unvorteilhafte Bilder

Ohja .. Hierzu gibt es sogar ein ganzes Buch (“Maklerfotos aus der Hölle”) mit 160 Seiten, die beeindruckend darstellen, wie man es auf keinen Fall machen sollte.

Unvorteilhafte und schlechte Fotografien lassen Ihr schönes Zuhause wie eine graue Maus aussehen. Diese wahnsinnig wichtigen Bilder werden häufig salopp mit der Kamera des Smartphones geschossen und unbearbeitet ins Netz gestellt.

Dunkle und klein wirkende Räume sind die Folge, also etwas was niemand sucht. Die Immobilie verliert also an Glanz – Glanz, der eigentlich vorzufinden ist.

Vergleichen Sie diese Art von Bildern mit einem unvorteilhaften Selfie aus dem Urlaub – kann man machen, muss man aber nicht.

2. Fehler beim Immobilienverkauf: Fehlende Unterlagen

Ein Grundriss hier, der Auszug aus dem Liegenschaftskataster da und … ja, was eigentlich noch?

Fehlende, unvollständige Sammlungen von Objektunterlagen sind das perfekte Argument den Kaufpreis zu verhandeln – und das natürlich nach unten!

Keiner kauft gerne die Katze im Sack und erst recht nicht wenn es um solch hohe Geldbeträge geht.

Daher gilt:

Bereiten Sie sich sorgfältig vor und tragen Sie alle notwendigen Unterlagen zusammen. Unbrauchbare und veraltete Grundrisse sollten nach Möglichkeit durch neue, modern gestaltete Grundrisse ausgetauscht werden.

 3. Fehler beim Immobilienverkauf: Falscher Verkaufspreis

Die absolute Todsünde ist der falsche Verkaufspreis.

Die weitreichenden Folgen werden nahezu immer unterschätzt. Denn ist das Objekt am Markt einmal mit dem falschen Preis platziert, sprich in verschiedenen Portalen online, kann das schwerwiegende Folgen haben.

Hier sind Verkaufszeiten von über 12 Monaten keine Seltenheit.

Irgendwann ist das Objekt am Markt verbrannt, was bedeutet, dass es keinen Interessenten mehr juckt.

Aufmerksame Kaufinteressenten verfolgen die Angebote im hiesigen Immobilienmarkt sehr genau und da fallen Angebots-Leichen sehr schnell auf. „Da kann doch was nicht in Ordnung sein“ und „Das ist bestimmt was im Busch“ sind dann die Aussagen, mit denen potentiell hochinteressante Kaufinteressenten Ihr Kaufangebot abtun.

Daher folgender Gut gemeinter Rat und die gleichzeitige Bitte:

Bei der Ermittlung des richtigen Kaufpreises sollten Sie daher unbedingt auf die Kompetenz eines Immobilienprofis zurückgreifen und Alleingänge vermeiden. Wenn Sie nicht mit einem Immobilienmakler kooperieren wollen dann bitten Sie diesen gegen Zahlung eines kleinen Honorars um die Erstellung einer Marktwerteinschätzung. Alternativ suchen Sie Rat bei Architekten, Bausachverständigen oder sonstige Immobilienbewertern.

Fehler in der Preisfindung verwandeln den Immobilienverkauf in einen wahr gewordenen Alptraum – versprochen.

4. Fehler beim Immobilienverkauf: Unterschätzter Aufwand

Der Immobilienverkauf ist kein Zuckerschlecken. Eine Besichtung und schon hat man den Deal …

Ein Irrglaube.

Der Zeitaufwand der notwendig ist wird häufig unterschätzt.

Das Zusammentragen der richtigen Unterlagen, Bilder machen und bearbeiten, ein tolles Exposé schreiben und und und.

Kalkulieren Sie die Dauer und den Aufwand realistisch.

In der Regel dauert die Vermarktung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses mit Hilfe eines Profis 3 – 6 Monate.

Planen Sie als Laie daher gut und gerne die doppelte Zeit ein.

Ebenso ist der Aufwand für Telefonate, E-Mail-Anfragen und Besichtigungen oft eine echte Herausforderung.

Die Folge: Haustourismus.

Sie öffnen die Pforten für Menschen, die Ihre Zeit damit vertreiben Häuser ohne konkrete Kaufabsicht zu besichtigen. „Auf der Suche nach Inspiration für die eigenen 4 Wände“ verwandeln solche als Interessenten getarnte Touris den Immobilienverkauf in eine echte nervliche Zerreißprobe.

 

 5. Fehler beim Immobilienverkauf: Emotionaler Schmerz

Von wildfremden Menschen zu hören die eigenen Immobilie sei heruntergekommen oder gar verwahrlost ist hart.

Wie im Vorwort bereits erwähnt, schwingen hier große Emotionen mit und solche Aussagen gleichen Tiefschlägen.

Nichts desto trotz:

Einige potentielle Käufer werden versuchen Sie aus dem Gleichgewicht zu bringen und zu verunsichern um den Kaufpreis zu drücken.

Da wird gut und gerne auch mal über die Stränge geschlagen um noch ein paar Taler sparen zu können.

Lassen Sie sich von solchen Tiefschlägen also nicht gleich aus dem Konzept bringen.

6. Fehler beim Immobilienverkauf: Fehlende Kompromissbereitschaft

Sollte sich nach einiger Zeit ein Interessent als wirklich interessiert herausstellen wird dieser mit Ihnen über den Kaufpreis verhandeln wollen.

Machen Sie sich keine Illusion – es wird passieren.

Zeigen Sie sich durchaus flexibel aber knicken Sie nicht gleich bei der ersten Forderung nach einem Preisnachlass ein und argumentieren Sie sachlich die Vorzüge der Immobilie.

Ein Kompromiss bedeutet per Definition „die Einigung durch gegenseitige Zugeständnisse“ – der Kern der Aussage liegt hierbei auf „gegenseitig“.

Versetzen Sie sich stets in die Lage des Käufers und Sie werden seine Forderungen und Wünsche besser verstehen und dann auch mit guten Vorschlägen, wie zum Beispiel vor dem Eigentumswechsel den eventuell leicht beschädigten Gartenzaun wieder in Ordnung zu bringen, punkten können ohne gleich “die Hose herunter zu lassen”.

Das Fazit:

Der Verkauf der eigenen Immobilie will gut geplant sein.

Tragen Sie hierfür alle Informationen zusammen, die Sie in die Finger kriegen und nehmen Sie die Phase der Vermittlung sowie dessen Vorbereitung nicht auf die leichte Schulter.

Wenn Sie privat, also ohne die Hilfe eines professionellen Dienstleisters, verkaufen möchten finden Sie in diesem Blog-Beitrag 7 Tipps, die Sie bei dieser Mammut-Aufgabe unterstützen.

Herzliche Grüße,

Ihr Daniel Magney